Marketing-Trends 2023: Diese  Trends müssen Sie kennen

Seit der Corona-Krise befindet sich die Wirtschaft im Umbruch und das Marketing ist neben dem Vertrieb am stärksten von den Disruptionen betroffen. Deloitte spricht gar von einem neuen Ökosystem, doch wie sieht das aus und was folgt daraus für Marketing-Strategien 2023? Erfahren Sie, welche Marketing-Trends 2023 wichtig werden und wie das Marketing-Ökosystem der Zukunft aussehen wird!

Trend #1: Authentische Social Responsibility

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind keine neuen Trends. Allerdings sind die Verbraucher in den letzten Jahren zunehmend kritisch gegenüber reinen Verlautbarungen und performativen Aktionen geworden. 50 Prozent der Gen-Z und 40 Prozent der Millenials erwarten von Marken, dass Sie sich praktisch zu sozialen Problemen wie Ungleichheit, Diskriminierung und Klimawandel positionieren.

Unternehmen nutzen daher verstärkt ihre Social-Media-Kanäle als Tool, um die Positionierung als nachhaltiges Unternehmen zu stärken – zum Beispiel durch die Bewerbung von Spendenaktion, die virtuelle Teilnahme an Aktionstagen oder durchgeführten Workshops. Diese Marketingmaßnahmen haben keinen unmittelbaren ROI, sind aber langfristig entscheidend für eine nachhaltige Beziehung zu den jüngeren Generationen. 

Trend #2: Marketing & Vertrieb verschmelzen

Marketing und Vertrieb sind traditionell zwei Abteilungen mit verschiedenen Aufgaben, aber durch die Digitalisierung verschwimmen die Grenzen. Marketing-Abteilungen übernehmen immer häufiger Vertriebsfunktionen und umgekehrt können Marketing-Spezialisten vom Wissen des Vertriebs über die Kunden und ihre Bedürfnisse profitieren. 

De facto funktionieren Marketing und Vertrieb in vielen Unternehmen noch getrennt und das führt in 20 Prozent der Marketingabteilungen zu Problemen – organisatorisch, technisch und räumlich. In der Zukunft werden beide Abteilungen daher immer enger miteinander verzahnt werden müssen. Das gelingt allerdings nur, wenn beide Teams dieselben Systeme nutzen und über dieselbe Datenbasis verfügen. Für die Umsetzung erfolgreicher Omni-Channel-Strategien werden integrierte Plattformlösungen wie die BSI Customer Suite daher unumgänglich für Unternehmen, die ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus bleiben wollen.

Trend #3: Conversational Marketing & Die Evolution von Social Media

Die sozialen Netzwerke sind längst ein Teil des alltäglichen Lebens geworden und entwickeln sich ständig weiter. Bereits heute nutzt jeder 4. Marketing-Verantwortliche das Nachrichtensystem von Social-Media-Plattformen wie Instagram oder Twitter, um Kunden dort Support anzubieten. Rund 15 Prozent wollen dies 2023 das erste Mal probieren. 

Gleichzeitig arbeiten die Plattformen an einem Ausbau der E-Commerce-Funktionen und auch die Kunden nutzen laut einer Umfrage von 2022 den persönlichen Draht per sozialem Netzwerk. So haben rund 25 Prozent der Millenials und 20 Prozent der Gen-Z in den letzten drei Monaten ein Unternehmen in den sozialen Medien kontaktiert. Diese Form des Conversational Marketing wird, gestützt von Chatbots, auch in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der Personalisierung der Kundenkommunikation spielen. 

Trend #4: Datengetriebe Customer Journeys

Das Stichwort Big Data taucht bereits seit Jahren in den Marketing-Trendprognosen auf. Insbesondere für  Kundengewinnung und Bindung ist die effektive Nutzbarmachung von Daten aus unterschiedlichen Quellen ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der digitalen Welt.

Durch die Segmentierung ihrer Zielgruppe können Unternehmen beispielsweise granularer kommunizieren und die Bedürfnisse jedes einzelnen Adressaten genauer ansprechen. Auf der eigenen Website kann das Nutzer-Verhalten mit Hilfe von modernen Analytics-Tools und Methoden wie Heatmaps und Replays analysiert und optimiert werden. Den vielseitigen technischen Möglichkeiten stehen allerdings zwei große Hürden gegenüber: 

 Datenschutz & Compliance: Datenschutzrechtliche Vorgaben setzen dem Umgang mit personenbezogenen Daten Grenzen und machen den Einsatz vieler Analysetools rechtlich problematisch. Zudem gehen Experten mittelfristig von einem Verbot der Drittanbieter-Cookies aus, die bislang ein wesentliches Element in der Marketing-Strategie vieler Unternehmen waren. Unternehmen sind dann noch mehr auf die eigenen Fähigkeiten verwiesen, um die wichtigsten Insights aus ihren Daten zu generieren.

Vertrauen:
Nicht nur der Gesetzgeber, auch die Verbraucher sind bei der Verarbeitung ihrer persönlichen Daten sensibler geworden. Datenlecks, unethischer Umgang mit Daten oder Datenverkauf beschädigen immer häufiger das Vertrauen von Kunden in eine Marke. 

Gewinnen werden also die Unternehmen, die nicht nur Daten effektiv einsetzen, sondern dabei sowohl die datenschutzrechtlichen Bestimmungen einhalten als auch Vertrauen gegenüber den Kunden schaffen.

Trend #5: Personalisierung

Kunden legen zunehmend Wert auf eine kohärente Erfahrung – an allen Touchpoints und entlang der Customer Journey. In der Zukunft werden immer mehr Unternehmen weg von linearen Customer Journeys hinzu kohärenten Erlebniswelten, die den Kunden fokussieren, hybride Customer Experiences zu schaffen.

Die Prozessautomatisierung ist das fehlende Stück in der Umsetzung eines End-to-End-Kundenerlebnisses entlang der gesamten Customer Journey. Bei der Personalisierung der Kommunikation wird sie daher eine wesentliche Rolle spielen. Durch die Automatisierung von Standard-Interaktionen in der Kundenbetreuung mit Chatbots verschafft den menschlichen Mitarbeiter zum Beispiel mehr Zeit, um sich Fällen zu widmen, wo es auf ihre Fähigkeiten ankommt. In der Zukunft werden immer häufiger Chatbots und ähnliche Tools den Kunden entlang der Customer Journey von der Awareness-Phase bis zur Retention begleiten.

Fazit: Von Marketing-Trends 2023 zur langfristigen Strategie

Seitdem praktisch jeder Mensch ein Smartphone besitzt, prognostizieren Experten das Ende der textbasierten Suche zugunsten der Sprachsuche. Bis 2021 sollten die Hälfte der Suchen per Spracheingabe erfolgen – de facto sind es 2022 nur rund 27 Prozent der Suchanfragen gewesen. Auch Chatbots galten bei vielen als absolute Zukunftstechnologie, die in der professionellen Kommunikation unverzichtbar sein wird. Die Adaption blieb aber hinter den Prognosen zurück. 

Diese Beispiele zeigen, dass nicht jede Prognose Realität und nicht jeder Trend ein Dauerbrenner wird. Sie sollten daher vor allem die gemeinsame Tendenz aller Marketing-Trends in den Blick nehmen – die Fokusverschiebung von Produkten und Kanälen hin zur Schaffung personalisierter Kundenerlebnisse an allen Touchpoints.  

Neben den bestehenden Prozessen gehören auch die verwendeten Tools auf den Prüfstand, denn die verwendete Software entscheidet wesentlich darüber, wie die interne Zusammenarbeit sowie die Interaktion mit Kunden aussehen kann.

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